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Foto oben und rechts von Gaby Mohr

35 Jahre Pferdeerfahrung, Arbeit mit traumatisierten Pferden, Erfahrung als selbständige Tierphysiotherapeutin.

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Die Liebe zu Pferden besteht seit meiner Kindheit.

Ich bin leider nicht mit Pferden aufgewachsen, und von meinem Virus war auch niemand begeistert. Ich saß aber schon als Kind stundenlang an jeder Pferdeweide am Zaun und beobachtete die kleinen und großen Herden. Fast immer kam eines der Pferde in meine Nähe und graste ganz nah am Zaun. Ich war versunken in diese Stille mit dem Pferd, seine Nähe bedeutete für mich schon damals einfach alles.

Den Frieden, den ich mit Pferden immer gesucht hatte, konnte ich leider in Reitschulen nicht finden. Ich stieg mit etwa 14 Jahren mitten im Reitunterricht vom Pferd ab. Ich sollte den “dummen Gaul” mal ordentlich mit der Peitsche verprügeln. Ich habe die Halle verlassen und gesagt, ich mache diese rüden Methoden nicht mit. Ich wurde vom Reitleherer fürchterlich zusammengefaltet, denn Auflehnen und Widersprechen war damals ein Unding. Obrigkeiten widersprach man nicht, weder in der Schule noch im Reitunterricht. Aber ich konnte mich wenigstens im Spiegel ansehen.

Diese Methoden waren leider weit verbreitet. In einem Privatstall lernte ich einen 4-er Zug einzuspannen und wie die Pferde samt Personal auch hier spuren mussten. Beim Reiten mit Prügel und Sporen, bis das Blut lief. Es war für mich die einzige Möglichkeit, Pferde zu pflegen und streicheln zu können. Bis ich durch einen schlimmen Vorfall und wegen meines Aufstandes darüber beinahe selbst Schläge kassierte. Es war mein Rauswurf. Ich rede hier nicht von einem namenlosen Stall im Hinterhof. Die Menschen und Pferde hier tummelten sich im EM- und WM-Lager.

Erst die Ausbildung auf einem Islandpferdehof und mein erstes Pflegepferd mit 18 Jahren öffneten mir die Türen zur Welt der Pferde.

Geländereitprüfung, mehrere Reitbeteiligungen, Teilnahme an Schleppjagden.

Beruflich war ich auf einem medizinisch geprägten Weg unterwegs.

Meine erste berufliche Anstellung 1986 als medizinisch-technische Radiologieassistentin führte mich ins Allgäu. Dort lernte ich den Pferdetrainer Franz Merck Sen. kennen. Er lebte damals schon eine “wahre Verbindung” zu seinen Pferden. Ich hatte noch nie vorher gesehen, dass die Augen eines Pferdes während der Arbeit leuchten können. Hier konnte ich auch mal eine richtig gut funktionierende Reitschule erleben, mit Wertschätzung für die Pferde. Und die Pferde waren täglich mehrere Stunden im Herdenverband auf großen Weiden. Für eine Reitschule damals absolut exotisch. Ich konnte einige Pferde auf diesem Gestüt reiten. Diese Reitschulpferde waren in ihrer Ausgeglichenheit ein Erlebnis der besonderen Art. Ich hatte das besondere Privileg, dem Pferdetrainer beim Training zusehen zu dürfen. Er sah etwas in mir, was ich damals überhaupt nicht verstand. Seit dieser Zeit nahm ich mir fest vor, diesen Weg wollte ich auch gehen. Ich danke ihm noch heute für die Erfahrungen, die ich bei ihm machen durfte.

Privat hatte ich öfter mit misshandelten Pferden zu tun. Diese Erlebnisse haben sich bei mir sehr eingebrannt und sorgten dafür, dass sich über die Jahre hinweg mein eigener Weg in der Arbeit mit Pferden entfaltete.

Ich machte viele Seminare zu unterschiedlichen Reitstilrichtungen, Ausbildung des Reitpferdes und “Arbeit an der Hand”.

Essentielle Gründe sorgten dafür, 1996 meinen Beruf als MTRA an den Nagel zu hängen. Es fiel mir schwer, denn ich liebte diese Tätigkeit wirklich sehr. Dafür trat mein eigenes Pferd, ein Stutfohlen, in mein Leben, das ich selbst groß gezogen und ausgebildet habe. In diesen Wildfang war ich hoffnungslos verliebt. Das war schon als Kind mein Traum, mit einem Pferd als Begleiter alt zu werden.

Und ich wollte unbedingt den stillen Ruf in die Welt tragen, man kann ein Pferd auch ohne Gewalt und Demütigung ausbilden. Wir Beide waren ein tolles Team und konnten uns gegenseitig vertrauen. Sie ist meine Seelengefährtin. So kam auf leisen Sohlen meine eigene, wahre Berufung ans Licht. Link

Aufgrund einer Erkrankung, die bereits im Fohlenalter ihren Ursprung hatte, suchte ich nach einem Weg, ihr besser helfen zu können. Mein medizinisches Interesse verlagerte sich immer mehr in den Pferdebereich und blieb an der Physiotherapie hängen. Mein eigenes Pferd war mir dabei eine große Hilfe, ein wandelndes Lehrbuch.

2005 – 2007 Ausbildung am FAT in Gelsenkirchen zur Tierphysiotherapeutin für Pferde und Hunde, erfolgreiche Prüfung vor der DGT, Juli 2007 bis April 2012 mit eigener Fahrpraxis selbstständig unterwegs.

2008 Zusatzausbildung zur CranioSacralen Therapie beim Pferd, Fachschule für osteopathische Pferdetherapie bei Barbara Welter-Böller. Dies war bereits eine Richtungsänderung in meinem Leben, was ich damals noch nicht erkannte.

Massagebehandlung

Massagebehandlung

Massagebehandlung

Massagebehandlung

Magnetfeldbehandlung

Magnetfeldbehandlung

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich arbeitete 6 Jahre lang als pädagogische Ergänzungskraft im Nachmittagsbereich an einem Gymnasium mit. Es war eine spannende und lehrreiche Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Mehrere Fortbildungen zur Kinder- und Jugendhilfe zum Thema Beziehungskompetenz und Beziehungsarbeit in der Schule ließen schon sehr früh die Gemeinsamkeiten zu meiner Arbeit mit den Pferden erkennen.

Viele Schüler waren froh darüber, wenn ich ihnen im Rahmen meiner Möglichkeiten “Raum” geben konnte. Es war mir persönlich ein wichtiges Anliegen. Pferde lehren uns Grenzen zu setzen und Grenzen zu achten. Ein heikles Thema im Schulalltag.

Als Tierphysiotherapeutin behandelte ich nach 3 Jahren nur noch Pferde, mein Schwerpunkt lag im Bewegungstraining, der Massage-, CranioSacralen- und Magnetfeldbehandlung. Ich unterrichtete zusätzlich in den Lektionen “Arbeit an der Hand” und “Freiarbeit”. Mein persönlicher Fokus lag neben der eigentlichen Behandlung stets in der Beratung, wie Haltung und Umgang mit dem Pferd. Das war sehr zeitaufwändig und oft nicht gewünscht.

Ich stellte schon zu Beginn meiner Tätigkeit fest, wenn man als Therapeut unterwegs ist, wird auch ein unmittelbares, therapeutisch definiertes Ergebnis erwartet. Zeit hatte kaum ein Pferdebesitzer, schon gar nicht für das Pferd, denn schließlich bezahlt man ja genug dafür.

Immer öfter habe ich mich gefragt, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin.

2011 erster Epona-Workshop, “Das Königreich der Pferde”. 4 Wochen später stirbt mein Pferd.

Aufgrund einer schweren Rücken-OP beendete ich meine Praxistätigkeit als Tierphysiotherapeutin.

Ich hatte durch die OP nicht einmal mehr die Kraft, auf lange Sicht überhaupt ein Pferd versorgen zu können. Jemals wieder mit Pferden arbeiten zu können, rückte in unerreichbare Ferne. Ich hatte viel Zeit, darüber nachzudenken, wie es für mich weitergehen konnte.

Ich suchte weiter, recherchierte, lernte und hatte das Gefühl, nie anzukommen.

Ab 2013 war ich wieder aktiv, um erneut an weiteren Epona-Workshops, Hero`s Journeys u.a. teilnehmen zu können. So konnte ich Pferden wieder nah sein und erhielt viele Hinweise für einen ganz neuen Weg.

Dieser Treibstoff ist es, der mich da hingeführt hat, wo ich heute bin. Ich arbeite nicht mehr als Tierphysiotherapeutin, dennoch war diese Zeit sehr wertvoll.

Ich danke all diesen Pferden für die Erfahrung, die ich bei ihnen machen durfte und darf. Sie waren und sind, wie alle Pferde in meinem Leben, meine besten Lehrer. Sie sorgen dafür, dass mein Forscherdrang immer weitergeht.

Mein Weg mit Pferden            Der Ruf meines Herzens       Eine Heldenreise zu mir selbst.

Im März 2014 begann ich, mit einem Pferd und seiner wunderbaren Reitbeteiligung zu arbeiten. Der erste Einsatz auf meinem neuen Weg.

Ich habe die Beiden 6 Monate lang begleitet und bin sehr stolz auf unser gemeinsames Ergebnis. Wir hatten Erfolg, weil die Reiterin in ihrer tiefen Liebe zu diesem Pferd bereit war, wirklich alles zu ändern. Es entstand ein tiefes Verständnis auf beiden Seiten. Die Rückenprobleme des Pferdes wurden sehr viel besser. Trotz der bestehenden körperlichen Probleme geht dieses Pferd heute besser und freier als jemals zuvor.

Mit einem ganz ähnlichen, schwerwiegenden Fall hatte ich meine Therapeutentätigkeit 2007 begonnen. Dieses Pferd erhielt eine Reihe an therapeutischen Maßnahmen. Der Erfolg aber stellte sich nur deshalb ein, weil auch diese Besitzerin in ihrer Liebe zu diesem Pferd bereit war, alles im Umgang mit dem Pferd zu ändern – wirklich alles. Dieses wunderbare Pferd, das zuvor fast unreitbar war, hatte sich nach unserer gemeinsamen Arbeit völlig verändert und lief trotz seiner bestehenden Probleme wieder fast problemlos und mit Lebensfreude!

Damals war mir noch nicht bewusst, dass ich die Brücke zwischen Mensch und Pferd bin.

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art war ein “Naturcoaching”, meine Begegnung mit André Lorino. Der Baum ist mein Symbol. Der Name Sylvia bedeutet Waldfrau. Die Erkenntnisse aus diesem Naturcoaching für meine Pferdearbeit waren sehr beeindruckend.

2015 machte ich mit der Fotographin Gaby Mohr und ihrem Wallach Saphir eine große Fotosession mit vielen Facetten. Die Begegnung mit Saphir ist eines der größten Geschenke, die ich erleben durfte. Damit Sie eine Vorstellung von meiner Arbeit haben, nehme ich Sie auf die Pferdeweide mit … Link

Mein Weg war damals schon anders, aber noch nicht anders genug. Ein zentrales Thema, das im Umgang mit dem Pferd völlig außer Acht gelassen wird, ist die Auswirkung des menschlichen Energiefeldes auf ein Pferd. Seit 2008 entwickle ich mich auf dem Gebiet der energetischen Heilarbeit weiter. Mit den Erkenntnissen der Energiearbeit erhält mein Schwerpunkt über die Psychologie des Pferdes eine ganz neue Dimension.

Die Begleitung eines Menschen mit seinem Pferd hin zu einer harmonischen Verbindung ist ein großartiges Geschenk für mich. Kein Beruf, sondern eine Berufung.

Sylvia Nourney

SANYO DIGITAL CAMERA  Heilraum für eine “Achtsame Pferd-Mensch-Begegnung”, Ganzheitliche Beratung, Energetische Heilarbeit