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Foto oben und rechts von Gaby Mohr

35 Jahre Pferdeerfahrung, Arbeit mit traumatisierten Pferden, Erfahrung als selbständige Tierphysiotherapeutin.

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Was ich von den Pferden lernte

Sei achtsam und gelassen

In der Begegnung mit dem Pferd gibt es keine Routine. Jeder Schritt, vom ersten Kontakt an, ist für das Pferd eine Information.

Die richtige Vorbereitung

Begegne deinem Pferd mit einem Bild im Kopf, was du heute mit ihm unternehmen möchtest. Frage dein Pferd, wie es sich heute fühlt, ob es bereit dazu ist.

Komm in deine innere Mitte

Konzentriere dich auf den Moment, sei im „hier und jetzt“. Nimm alle Geräusche um dich herum wahr, sieh sie lediglich als Information an und reagiere nicht emotional darauf. Sie sind normal und gehören dazu. Deine Gedanken übertragen sich auf dein Pferd.

Spüre die Energie zwischen dir und deinem Pferd

Erkenne den Raum deines Pferdes und nimm deinen eigenen Raum wahr. Bewegt euch gemeinsam. Atme ruhig und gleichmäßig. Deine Atmung vermittelt dem Pferd wichtige Signale über dich und es wird entsprechend darauf reagieren.

Sie die Welt mit Pferdeaugen

Pferde sehen vor allem „energetisch“. Alles, aber auch wirklich alles hat eine Bedeutung. Gegenstände, verborgene Stellen im Boden, die ganze Umwelt erfassen sie auf Grund des energetischen Zustandes. Damit sind sie den Menschen weit überlegen. Wenn ein Pferd scheut, hat es immer einen Grund.

Achte auf das Gleichgewicht

Sorge stets für ein psychisches und physisches Gleichgewicht bei dir selbst und bei deinem Pferd. Für uns Menschen sind Pferde Erholung – sind wir Menschen auch Erholung für die Pferde?

Sei still

Verbringe viel Zeit mit deinem Pferd in der Stille. Pferde lieben es und haben uns Menschen so viel zu geben.
Hören wir ihnen zu !!

 

Ich gehe neue Wege

Ich werde mit der Kraft der Pferde und meiner Begleitung als DéuDoula (psychosoziale Geburtsbegleitung) für Menschen aller Altersgruppen, Männer und Frauen, ein neues Konzept entwickeln, ein Baby, das gerade geboren wird.
Seit Jahrzehnten bin ich eine Stimme für Pferde, für eine artgerechte Haltung und einen artgerechten Umgang mit ihnen. Hier spielen viele Parameter eine Rolle. In vielen, auch modernen Reitställen, wird dies immer noch nicht beachtet. Der Gedanke an perfekten Gehorsam ist noch weit verbreitet. Pferdische Bedürfnisse werden nicht erkannt und eigenes Fehlverhalten möchte nicht gesehen werden.
In meiner Ausbildung zur DéuDoula habe ich herausgefunden, wo hier die Ursache liegt, nach der ich schon mein ganzes Leben  lang suche…..

 

Die Liebe zu Pferden besteht seit meiner Kindheit.

Ich bin leider nicht mit Pferden aufgewachsen, und von meinem Virus war auch niemand begeistert. Ich saß aber schon als Kind stundenlang an jeder Pferdeweide am Zaun und beobachtete die kleinen und großen Herden. Fast immer kam eines der Pferde in meine Nähe und graste ganz nah am Zaun. Ich war versunken in diese Stille mit dem Pferd, seine Nähe bedeutete für mich schon damals einfach alles.

Den Frieden, den ich mit Pferden immer gesucht hatte, konnte ich leider in Reitschulen nicht finden. Ich machte diese rüden Methoden nicht mit,  Auflehnen und Widersprechen war damals ein Unding. Obrigkeiten widersprach man nicht, weder in der Schule noch im Reitunterricht. Aber ich konnte mich wenigstens im Spiegel ansehen.

Als Kind beschwerte ich mich Jahr für Jahr auf der Kirmes darüber, wie die Ponys gehalten wurden und arbeiten mussten. Mit viel zu kurz geschnallten Ausbindern, die Trensen verursachten blutige Einrisse und Verkrustungen in den Maulwinkeln, wurde auf den Ponys herumgehüpft. Leere Augen ertrugen dieses unachtsame Kindergeschrei mit ihren glücklichen Eltern. Wen interessierte schon ein Pony. Die menschlichen Begleiter in dieser Runde waren betrunken.

In einem Privatstall lernte ich mit 14 Jahren einen 4-er Zug einzuspannen und wie die Pferde samt Personal auch hier spuren mussten. Beim Reiten mit Prügel und Sporen, bis das Blut lief. Es war für mich die einzige Möglichkeit, Pferde zu pflegen und streicheln zu können. Bis ich durch einen schlimmen Vorfall und wegen meines Aufstandes darüber beinahe selbst Schläge kassierte. Es war mein Rauswurf. Ich rede hier nicht von einem namenlosen Stall im Hinterhof. Die Menschen und Pferde hier tummelten sich im EM- und WM-Lager.

Erst die Ausbildung auf einem Islandpferdehof und mein erstes Pflegepferd mit 18 Jahren öffneten mir die Türen zur Welt der Pferde.

Geländereitprüfung, mehrere Reitbeteiligungen, Teilnahme an Schleppjagden.

Beruflich war ich auf einem medizinisch geprägten Weg unterwegs.

Meine erste berufliche Anstellung 1986 als medizinisch-technische Radiologieassistentin führte mich ins Allgäu. Dort lernte ich den Pferdetrainer Franz Merck Sen. kennen. Er lebte damals schon eine „wahre Verbindung“ zu seinen Pferden. Ich hatte noch nie vorher gesehen, dass die Augen eines Pferdes während der Arbeit leuchten können. Hier konnte ich auch mal eine richtig gut funktionierende Reitschule erleben, mit Wertschätzung für die Pferde. Und die Pferde waren täglich mehrere Stunden im Herdenverband auf großen Weiden. Für eine Reitschule damals absolut exotisch. Ich konnte einige Pferde auf diesem Gestüt reiten. Diese Reitschulpferde waren in ihrer Ausgeglichenheit ein Erlebnis der besonderen Art. Ich hatte das besondere Privileg, dem Pferdetrainer beim Training zusehen zu dürfen. Er sah etwas in mir, was ich damals überhaupt nicht verstand. Seit dieser Zeit nahm ich mir fest vor, diesen Weg wollte ich auch gehen. Ich danke ihm noch heute für die Erfahrungen, die ich bei ihm machen durfte.

Diese Erlebnisse haben sich bei mir sehr eingebrannt und sorgten dafür, dass sich über die Jahre hinweg mein eigener Weg in der Arbeit mit Pferden entfaltete.

Ich machte viele Seminare zu unterschiedlichen Reitstilrichtungen, Ausbildung des Reitpferdes und „Arbeit an der Hand“.

Essentielle Gründe sorgten dafür, 1996 meinen Beruf als MTRA an den Nagel zu hängen. Es fiel mir schwer, denn ich liebte diese Tätigkeit wirklich sehr. Dafür trat mein eigenes Pferd, ein Stutfohlen, in mein Leben, das ich selbst groß gezogen und ausgebildet habe. In diesen Wildfang war ich hoffnungslos verliebt. Das war schon als Kind mein Traum, mit einem Pferd als Begleiter alt zu werden.

Und ich wollte unbedingt den stillen Ruf in die Welt tragen, man kann ein Pferd auch ohne Gewalt und Demütigung ausbilden. Wir Beide waren ein tolles Team und konnten uns gegenseitig vertrauen. Sie ist meine Seelengefährtin. So kam auf leisen Sohlen meine eigene, wahre Berufung ans Licht. Link

Aufgrund einer Lungenerkrankung, die bereits im Fohlenalter ihren Ursprung hatte, suchte ich nach einem Weg, ihr besser helfen zu können. Mein medizinisches Interesse verlagerte sich immer mehr in den Pferdebereich und blieb an der Physiotherapie hängen. Mein eigenes Pferd war mir dabei eine große Hilfe, ein wandelndes Lehrbuch. Was diese Lungenerkrankung mit mir selbst zu tun hatte, erfuhr ich auf der gemeinsamen Reise mit meiner Seelengefährtin.

Nach meiner Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin für Pferde und Hunde war ich von  Juli 2007 bis April 2012 mit eigener Fahrpraxis selbstständig unterwegs.

Die Zusatzausbildung zur CranioSacralen Therapie beim Pferd war bereits eine Richtungsänderung in meinem Leben, was ich damals noch nicht erkannte.

Massagebehandlung

Massagebehandlung

Massagebehandlung

Massagebehandlung

Magnetfeldbehandlung

Magnetfeldbehandlung

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich arbeitete 6 Jahre lang als pädagogische Ergänzungskraft im Nachmittagsbereich an einem Gymnasium mit. Es war eine spannende und lehrreiche Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Mehrere Fortbildungen zur Kinder- und Jugendhilfe zum Thema Beziehungskompetenz und Beziehungsarbeit in der Schule ließen schon sehr früh die Gemeinsamkeiten zu meiner Arbeit mit den Pferden erkennen.

Viele Schüler waren froh darüber, wenn ich ihnen im Rahmen meiner Möglichkeiten „Raum“ geben konnte. Es war mir persönlich ein wichtiges Anliegen. Pferde lehren uns Grenzen zu setzen und Grenzen zu achten. Ein heikles Thema im Schulalltag.

Als Tierphysiotherapeutin behandelte ich nach 3 Jahren nur noch Pferde, mein Schwerpunkt lag im Bewegungstraining, der Massage-, CranioSacralen- und Magnetfeldbehandlung. Ich unterrichtete zusätzlich in den Lektionen „Arbeit an der Hand“ und „Freiarbeit“. Mein persönlicher Fokus lag neben der eigentlichen Behandlung stets in der Beratung, wie Haltung und Umgang mit dem Pferd.

Ich stellte schon zu Beginn meiner Tätigkeit fest, wenn man als Therapeut unterwegs ist, wird auch ein unmittelbares, therapeutisch definiertes Ergebnis erwartet. Zeit ist für viele Pferdebesitzer ein Fremdwort. Ich hatte mir meine therapeutische Arbeit anders vorgestellt. Was lief hier schief?

Immer öfter habe ich mich gefragt, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin.

2011 erster Epona-Workshop, „Das Königreich der Pferde“. 4 Wochen später stirbt mein Pferd.

Aufgrund einer schweren Rücken-OP beendete ich meine Praxistätigkeit als Tierphysiotherapeutin.

Ich hatte durch die OP nicht einmal mehr die Kraft, auf lange Sicht überhaupt ein Pferd versorgen zu können. Jemals wieder mit Pferden arbeiten zu können, rückte in unerreichbare Ferne. Ich hatte viel Zeit, darüber nachzudenken, wie es für mich weitergehen konnte.

Ich suchte weiter, recherchierte, lernte und hatte das Gefühl, nie anzukommen.

Dieser Treibstoff ist es, der mich da hingeführt hat, wo ich heute bin. Ich arbeite nicht mehr als Tierphysiotherapeutin, dennoch war diese Zeit sehr wertvoll.

Ich danke all diesen Pferden für die Erfahrung, die ich bei ihnen machen durfte und darf. Sie waren und sind, wie alle Pferde in meinem Leben, meine besten Lehrer. Sie sorgen dafür, dass mein Forscherdrang immer weitergeht.

Mein Weg mit Pferden            Der Ruf meines Herzens       Eine Heldenreise zu mir selbst.

Im März 2014 begann ich, mit einem Pferd und seiner wunderbaren Reitbeteiligung zu arbeiten. Der erste Einsatz auf meinem neuen Weg.

Ich habe die Beiden 6 Monate lang begleitet und bin sehr stolz auf unser gemeinsames Ergebnis. Wir hatten Erfolg, weil die Reiterin in ihrer tiefen Liebe zu diesem Pferd bereit war, wirklich alles zu ändern. Es entstand ein tiefes Verständnis auf beiden Seiten. Die Rückenprobleme des Pferdes wurden sehr viel besser. Trotz der bestehenden körperlichen Probleme geht dieses Pferd heute besser und freier als jemals zuvor.

Mit einem ganz ähnlichen, schwerwiegenden Fall hatte ich meine Therapeutentätigkeit 2007 begonnen. Dieses Pferd erhielt eine Reihe an therapeutischen Maßnahmen. Der Erfolg aber stellte sich nur deshalb ein, weil auch diese Besitzerin in ihrer Liebe zu diesem Pferd bereit war, alles im Umgang mit dem Pferd zu ändern – wirklich alles. Dieses wunderbare Pferd, das zuvor fast unreitbar war, hatte sich nach unserer gemeinsamen Arbeit völlig verändert und lief trotz seiner bestehenden Probleme wieder fast problemlos und mit Lebensfreude!

Damals war mir noch nicht bewusst, dass ich die Brücke zwischen Mensch und Pferd bin.

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art war ein „Naturcoaching“, meine Begegnung mit André Lorino. Der Baum ist mein Symbol. Der Name Sylvia bedeutet Waldfrau. Die Erkenntnisse aus diesem Naturcoaching für meine Pferdearbeit waren sehr beeindruckend.

Mein Weg war damals schon anders, aber noch nicht anders genug. Ein zentrales Thema, das im Umgang mit dem Pferd völlig außer Acht gelassen wird, ist die Auswirkung des menschlichen Energiefeldes auf ein Pferd. Seit 2008 entwickle ich mich auf dem Gebiet der energetischen Heilarbeit weiter. Mit den Erkenntnissen der Energiearbeit erhält mein Schwerpunkt über die Psychologie des Pferdes eine ganz neue Dimension.

Die Begleitung eines Menschen mit seinem Pferd hin zu einer harmonischen Verbindung ist ein großartiges Geschenk für mich. Kein Beruf, sondern eine Berufung.

Sylvia Nourney

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Heilraum für eine „Achtsame Pferd-Mensch-Begegnung“,
Lebensenergie und Bewusstwerdung
Ganzheitliche Beratung

 

Tierphysiotherapeutin (DGT) für Pferde und Hunde. Cranio-Sacrale Therapie für Pferde.